Gitarrentypen

Die Gitarre gehört zu der Familie der Saiteninstrumente, genauer gesagt zu den Zupfinstrumenten. Im Laufe der Zeit haben sich zahlreiche unterschiedliche Gitarrentypen entwickelt Von der klassischen Konzertgitarre über das Banjo bis hin zum E-Bass funktionieren diese Instrumente nach dem gleichen Prinzip. Wir befassen uns hier Insbesondere mit der Akustik-Gitarre. Allerdings hat die Bezeichnung „Akustik“ Gitarre nicht zwangsläufig zu bedeuten, dass dieses Instrument unplugged, also ohne elektronische Tonabnehmer gespielt wird. Dazu später mehr. Zu aller erst möchte ich mich einmal den einzelnen Arten der Akustik-Gitarren zuwenden und diese näher erläutern.

Die klassische Akustik-Gitarre oder auch Konzertgitarre, entspricht wohl dem am meisten verbreiteten Bild einer A-Gitarre. Diese besteht im Wesentlichen aus drei Bereichen. Dem Kopf, an dessen Seiten sich Sechs Wirbel befinden, mit denen die Saiten gespannt und gestimmt werden. Bei der zwölfsaitigen Akustik-Gitarre sind es dementsprechend auch zwölf Wirbel. Am Übergang zwischen Kopf und dem Gitarrenhals sitzt der Sattel. Dieser gibt den Abstand zwischen den Saiten und dem Griffbrett vor. Der Hals ist mittels Bünde in einzelne Tonabschnitte unterteilt, an denen man die Saiten greift um durch das Verkürzen der Saiten entsprechend unterschiedliche Töne zu erzeugen. Der Hals geht über zum Korpus. Dieser ist bei den Akustik-Gitarren in der Regel hohl und dient als Resonanzkörper. Die Form und das Aussehen des Korpus können je nach Model sehr stark variieren.

Was für die Leihen alles nur Gitarre ist und höchstens eine Unterscheidung in Akustik und E-Gitarre zulässt, ist für den Kenner doch eine eigene Musikwelt. So müssen Gitarren je nach Musikrichtung und Verwendungszweck unterschiedliche Spielcharaktere beweisen. Als Beispiel sei hier die Flamenco genannt. Die Typische Flamenco-Gitarre ist, neben der Silent-Guitar, die gänzlich ohne Korpus auskommt, einer der Leichtesten Vertreter in der Familie der Akustik-Gitarren. Da sehr dünnes und leichtes Holz für den Korpus verwendet wird und die Saitenlage relativ niedrig gehalten wird spricht diese Art der Akustik-Gitarre schnell an ohne „lange“ nachzuklingen. Dadurch wird der typische Flamenco Charakter unterstützt und das Gitarrenspiel kann sich gegen die Perkussion, die Schlagzeugelemente durchsetzen.

Auch die Folk- und Country-Musik haben ihre eigene Gitarrenform. Augenscheinlich ist diese der Konzertgitarre sehr ähnlich unterscheidet sich jedoch grundlegend. Generell hat die Westerngitarre einen größeren Korpus als die meisten Akustik-Gitarren. Da diese Gitarrenform in der Regel mit Stahlsaiten bespannt ist, ähnelt ihr Hals auch dementsprechend mehr dem einer E-Gitarre. Was bedeutet, dass dieser gegenüber anderen Akustik-Gitarren schmaler ist und im inneren durch einen Stahlkern verstärkt ist um dem Zug der Stahlsaiten entgegenwirken zu können.

Eine Form der Akustik-Gitarre die besonders bei Jung- und Freizeitmusikern beliebt ist, ist die Wandergitarre oder auch Klampfe genannt. Diese ist der Konzertgitarre sehr ähnlich, unterscheidet sich aber besonders durch ihre kompakte Größe und dem meist etwas breiterem Hals. Auch der Kopf dieser reinen Akustik-Gitarre ist so abgewandelt dass dieser möglichst kompakt ist, darum sind hier die Wirbel meist frontal auf dem Kopf aufgesetzt und nicht wie bei der Konzertgitarre seitlich verarbeitet. Da die Verwendung elektronischer Tonabnehmer bei der Wandergitarre absolut unüblich ist, kann diese auch mit Stahlsaiten bespannt werden. Dadurch wird der Klang satter und lauter, geht jedoch stark auf Kosten der Lebensdauer. Diese Art der Akustik-Gitarre dient meist der Gesangsbegleitung weshalb hier weniger Melodie und viel mehr Rhythmus gespielt wird.

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